Muffigen Geruch in der Wohnung finden und entfernen
Muffigen Geruch entfernen Sie aus der Wohnung, indem Sie zuerst die feuchte Stelle finden, die ihn verursacht, diese Stelle trocknen und reinigen und die Wohnung danach regelmäßig stoßlüften. Ein Duft kommt erst zum Schluss, denn solange irgendwo Feuchtigkeit sitzt, legt er sich nur über den Geruch, statt ihn zu beseitigen.
Von der Redaktion von Aroma-Diffuser kabellosAktualisiert am 28. Oktober 20266 Min. Lesezeit

Kurz gesagt
- Muffig riecht fast immer Feuchtigkeit, die festsitzt: an einer Außenwand, in der Fensterlaibung, im Abfluss, im Teppich oder in der Matratze.
- Die Quelle finden Sie mit der Nase, Raum für Raum und morgens vor dem ersten Lüften; danach wird die Stelle getrocknet und gereinigt.
- Sichtbarer Schimmel, wiederkehrende nasse Flecken oder Beschwerden beim Atmen sind ein Fall für Fachbetrieb und Arzt; ein Duft ist der letzte Schritt.
Warum es in der Wohnung muffig riecht
Muffig ist der Geruch von Feuchtigkeit, die nicht wegtrocknet. In feuchtem Putz, Holz, Stoff oder Papier siedeln sich Mikroorganismen an, und ihr Stoffwechsel riecht nach Keller und alter Erde. Deshalb bringt es wenig, die Luft zu beduften, solange das Material darunter nass bleibt.
Die Feuchtigkeit kommt in den meisten Wohnungen von innen. Duschen, Kochen, Wäsche auf dem Ständer, Atmen und Schlafen geben Wasser an die Luft ab. Kann es nicht entweichen, schlägt es sich an den kältesten Stellen nieder, und genau dort beginnt es zu riechen. Seltener kommt Wasser von außen, etwa durch ein undichtes Dach oder eine Leitung in der Wand.
Die Quelle Raum für Raum eingrenzen
Die Nase ist das beste Werkzeug. Gehen Sie morgens, bevor ein Fenster offen war, langsam durch jeden Raum und halten Sie sich dort auf, wo die Luft steht: in Ecken, hinter Möbeln, in Schränken und nahe am Boden. Wo es am deutlichsten riecht, sitzt meist die Quelle.
Diese Stellen werden in Wohnungen am häufigsten muffig.
| Stelle | Woran Sie es erkennen | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Außenwand hinter Schrank oder Bett | Kühle, leicht feuchte Wand, dunkle Punkte oder gelöste Tapete hinter dem Möbel | Möbel eine Handbreit abrücken, Wand trocknen lassen, dunkle Punkte vom Fachbetrieb beurteilen lassen |
| Fensterlaibung und Fensterbank | Kondenswasser am Morgen, dunkle Ränder an Dichtung und Silikonfuge | Scheibe und Laibung trocken wischen, beim Lüften das Fenster ganz öffnen |
| Keller und Abstellraum | Pappkartons werden weich, Metall rostet, Kleidung riecht nach dem Lagern | Kartons durch Kunststoffkisten ersetzen, Abstand zur Wand halten |
| Abflüsse in Bad und Küche | Der Geruch ist nahe am Waschbecken, der Dusche oder dem Bodenablauf am stärksten | Siphon reinigen, selten benutzte Abflüsse mit Wasser nachfüllen |
| Teppich, Polster und Vorhänge | Der Geruch steigt beim Daraufdrücken oder beim Aufschütteln auf | Gründlich absaugen, wo möglich waschen, vollständig trocknen |
| Matratze und Bettkasten | Unterseite fühlt sich klamm an, Flecken am Lattenrost oder im Kasten | Matratze aufstellen und lüften, Bettkasten leeren und auswischen |
| Selten genutzte Räume | Gästezimmer oder Arbeitszimmer riecht beim Öffnen der Tür anders als der Rest | Tür offen lassen, Raum mitheizen und mitlüften |
Riecht es in jedem Raum gleich, liegt es eher an der Wohnung als Ganzes: zu wenig Luftaustausch, zu kühle Räume oder Wäsche, die täglich drinnen trocknet. Dann hilft eine andere Routine beim Lüften und Heizen mehr als das Putzen einer Stelle.
Feuchtigkeit aus der Wohnung bekommen
Stoßlüften heißt, die Fenster ganz zu öffnen, am besten in zwei gegenüberliegenden Räumen mit offenen Türen dazwischen, kurz zu warten, bis die Luft spürbar kühler ist, und wieder zu schließen. Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht kaum Luft aus und kühlt die Laibung so weit ab, dass sich dort noch mehr Wasser niederschlägt.
Nach dem Duschen und Kochen lüften Sie sofort und halten die Tür dabei geschlossen, damit der Dampf nicht in die Wohnung zieht. Wäsche trocknet, wenn es geht, draußen oder in einem Raum mit geöffnetem Fenster. Im Winter gehören auch wenig genutzte Räume geheizt, denn kalte Wände nehmen Feuchtigkeit schneller an als warme.
- Ein Hygrometer zeigt, ob die Luft dauerhaft zu feucht ist. Als üblicher Richtwert für Wohnräume werden meist 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte genannt.
- Möbel an Außenwänden stehen mit einer Handbreit Abstand, damit Luft dahinter zirkulieren kann.
- Schranktüren, Bettkästen und Kellerabteile werden regelmäßig geöffnet und mitgelüftet.
- Pflanzen und Aquarien erhöhen die Luftfeuchte; in einem feuchten Raum lieber weniger davon.
Die Stelle reinigen, nicht nur die Luft
Ist die Quelle gefunden, wird sie trocken und sauber gemacht. Harte Flächen wie Fensterrahmen, Fliesen und Schrankrückwände wischen Sie mit warmem Wasser und etwas Allzweckreiniger ab und trocknen sie nach. Bleibt an einer Silikonfuge ein dunkler Belag, wird die Fuge erneuert.
Ein Abfluss riecht, wenn der Siphon verschmutzt oder ausgetrocknet ist. Reinigen Sie das Sieb, spülen Sie den Siphon mit heißem Wasser durch und lassen Sie in selten benutzten Abflüssen, etwa im Gäste-WC oder am Bodenablauf im Keller, regelmäßig Wasser nachlaufen, damit der Geruchsverschluss gefüllt bleibt.
Textilien halten den Geruch am längsten. Vorhänge, Kissenbezüge und Decken kommen in die Maschine, Teppich und Polster werden gründlich abgesaugt und bei Bedarf feucht gereinigt; danach müssen sie vollständig trocknen, sonst beginnt es von vorn. Eine Matratze stellen Sie an einem trockenen Tag hochkant ans offene Fenster.
Ein Raumduft gehört ans Ende dieser Liste. Wer ein Gerät sucht, das nach dem Lüften in dem Raum stehen kann, der gerade trocken ist, findet in unserer Zusammenstellung der Diffuser für Räume ohne freie Steckdose die Modelle mit Akku und Batterie.
Wann Fachbetrieb und Arzt gefragt sind
Nicht jede feuchte Stelle ist mit Lüften und Wischen erledigt. Kommt ein nasser Fleck nach dem Trocknen wieder oder riecht es trotz regelmäßigem Lüften weiter muffig, steckt häufig ein baulicher Grund dahinter: eine Wärmebrücke, eine undichte Leitung oder Nässe aus dem Boden.
Duft erst, wenn die Luft neutral riecht
Die Probe ist einfach. Lüften Sie gründlich, schließen Sie die Fenster und kommen Sie nach einem Spaziergang zurück. Riecht die Wohnung nach nichts, darf ein Duft einziehen. Riecht es wieder muffig, fangen Sie bei der Übersicht oben noch einmal an.
Für Räume, die gerade erst wieder trocken sind, passen leichte, frische Noten wie Zitrone, Bergamotte, Eukalyptus oder ein dezentes Zedernholz; viele empfinden sie als sauber und hell. Schwere, süße Düfte wirken in einem Raum, der eben noch feucht war, schnell drückend.
Ein Gerät mit Akku ist hier praktisch, weil es dorthin mitgeht, wo gerade gelüftet wurde: morgens ins Schlafzimmer, abends ins Wohnzimmer, am Wochenende in den Keller mit den neuen Kisten. Welche Modelle das können und wie lange sie laut Hersteller je Ladung laufen, zeigt unser Vergleich der Modelle, die vom Flur ins Schlafzimmer mitwandern.
Wo das Gerät danach steht
Stellen Sie das Gerät nicht in die Ecke, in der es vorher roch, und nicht hinter den abgerückten Schrank. Ein freier Platz auf Sideboard oder Regal mit Luft rundherum reicht, und die niedrigste Stufe ist für den Anfang die richtige.
Was Öl oder Kapsel im Betrieb kosten, hängt vom Gerät ab; die Duftkosten der sieben kabellosen Geräte pro Monat haben wir auf der Startseite nebeneinandergestellt.
Wenn die Wohnung wieder nach nichts riecht
Sieben Modelle mit Akku, Batterie oder Netzkabel, sortiert nach Laufzeit laut Hersteller, Reichweite, Geräusch und Duftkosten.


