Duftkerze zu Weihnachten, welche Düfte passen und wo sie sicher brennt

Zu Weihnachten greifen die meisten zu Duftkerzen mit Orange, Zimt, Nelke, Tanne, Vanille oder Lebkuchen. Ob der Duft im Wohnzimmer ankommt, hängt weniger vom Namen auf dem Etikett ab als von der Breite der Kerze, vom Platz im Raum und davon, wie sie zwischen Baum, Kranz und Geschenkpapier brennt.

Von der Redaktion von Aroma-Diffuser kabellosAktualisiert am 7. Oktober 20266 Min. Lesezeit

Brennende Kerze in einem klaren Glas auf einem dunklen Holztisch, davor drei getrocknete Orangenscheiben und eine Zimtstange, daneben ein Tannenzweig, im Hintergrund ein Sofa und ein Fenster mit Blick auf Wasser

Kurz gesagt

  • Orange, Zimt, Nelke, Tanne, Vanille und Lebkuchen sind die Duftfamilien der Saison; eine Richtung pro Raum reicht.
  • Breite Kerzen mit mehreren Dochten füllen ein Wohnzimmer, schmale bleiben am Tisch; der Eindruck im Laden täuscht, weil die Nase dort direkt über dem Wachs hängt.
  • Mit Abstand zu Baum, Zweigen und Papier und nie ohne Aufsicht; wo das nicht geht, übernimmt ein Diffuser ohne Flamme.

Welche Düfte zur Adventszeit gehören

Die Düfte der Weihnachtszeit stammen aus der Küche und aus dem Wald: Orange und Mandarine, Zimt, Nelke und Sternanis, Tanne und Kiefer, Vanille und Lebkuchen. Fast jede Weihnachtskerze im Regal kombiniert zwei oder drei davon, und die Namen auf dem Etikett, von Bratapfel bis Winterwald, lassen sich auf diese Familien zurückführen.

DuftfamilieSo riecht siePasst in
Orange und MandarineFrisch und süß, wie die Schale beim SchälenKüche, Esstisch, Flur
Zimt, Nelke, SternanisWarm und würzig, wird schnell schwerWohnzimmer, am besten nur eine Kerze
Tanne und KieferGrün und harzig, eher kühlFlur und Eingang, Räume ohne echten Baum
Vanille und LebkuchenSüß und weich, wie Gebäck aus dem OfenSofaecke, Leseplatz, kleine Räume

Steht ein echter Baum im Zimmer, bringt er seinen eigenen Harzduft mit. Eine Tannenkerze daneben verdoppelt nur, was schon da ist; Orange oder Gewürz ergänzen ihn. Bei einem künstlichen Baum ist es umgekehrt, dann liefert die Kerze den Wald.

Eine Kerze, deren Duft im Zimmer ankommt

Im Laden riecht jede Weihnachtskerze kräftig, weil die Nase direkt über dem Wachs hängt. Im Wohnzimmer zählt etwas anderes: wie groß die Fläche ist, auf der das Wachs flüssig wird. Eine breite Kerze mit zwei oder drei Dochten gibt mehr Duft ab als eine schmale mit einem, und ein großer Raum mit hoher Decke braucht entsprechend mehr.

Weniger Sorten bringen mehr. Drei Kerzen mit drei Düften im selben Raum ergeben keinen Weihnachtsduft, sondern ein Durcheinander, in dem sich keiner durchsetzt. Besser sind zwei Kerzen derselben Sorte an zwei Stellen oder eine Richtung pro Raum: Orange in der Küche, Gewürz im Wohnzimmer, Tanne im Flur.

Heizungsluft im Winter ist trocken und warm, und warme Luft steigt. Eine Kerze auf dem Couchtisch verteilt ihren Duft darum besser als eine auf dem Regal unter der Decke. Direkt auf dem Heizkörper oder dem Kaminsims dagegen schmilzt das Wachs ungleichmäßig, und das Glas wird heißer, als ihm guttut.

Der richtige Platz zwischen Baum, Kranz und Geschenkpapier

Im Dezember steht in der Wohnung mehr Brennbares als im restlichen Jahr: der Baum, der Adventskranz, Zweige in der Vase, Strohsterne, Papier und Bänder. Dazu kommt die Heizung, die Zweige und Nadeln von Woche zu Woche trockener werden lässt. Eine Duftkerze braucht im Advent darum mehr Abstand als sonst.

  • Fester, hitzebeständiger Untergrund, nie auf der Fensterbank unter dem Vorhang und nie auf einer Tischdecke mit Fransen.
  • Deutlicher Abstand zu Baum, Zweigen, Kranz, Geschenkpapier und Dekoration aus Stroh oder Papier, und je trockener die Zweige, desto mehr.
  • Nichts über der Flamme: kein Regalbrett, kein hängender Zweig, keine Girlande.
  • Beim ersten Anzünden brennen lassen, bis das flüssige Wachs den Glasrand erreicht, sonst bleibt ein Tunnel und die Kerze riecht die ganze Saison schwächer.
  • Docht vor jedem Anzünden kurz halten, sonst rußt die Flamme und der Weihnachtsduft bekommt eine Rauchnote.
  • Vor dem Stoßlüften löschen. Der Luftzug lässt die Flamme flackern, und ein Funke landet schnell auf einem Zweig.
  • Mit Deckel oder Löscher ausmachen statt auszupusten, und den Raum nicht verlassen, solange sie brennt.

Wann die Kerze die falsche Wahl ist

Es gibt Abende, an denen eine offene Flamme nicht zur Wohnung passt. In einer kleinen Wohnung mit Kleinkindern ist der niedrige Tisch zugleich Spielfläche, und eine Katze, die den Baum erklimmt, kommt an jeder Kerze vorbei. Wer den Raum während eines langen Abends immer wieder verlässt, zum Kochen, zum Telefonieren, zum Zubettbringen, müsste die Kerze jedes Mal löschen und neu anzünden.

Dazu kommen Besuch mit Säuglingen, Haushalte, in denen jemand Asthma oder empfindliche Atemwege hat, und Vögel, die als empfindlich gegenüber Rauch und Duftstoffen gelten. Der übliche Rat lautet, dort zurückhaltend zu sein und nach dem Brennen zu lüften. Was im eigenen Haushalt vertretbar ist, beantwortet die Ärztin oder der Arzt, bei Tieren die Tierarztpraxis.

Für diese Haushalte gibt es Weihnachtsduft ohne Flamme. Welche Geräte dafür in Frage kommen und wie weit sie laut Hersteller reichen, zeigt unsere Übersicht der Akku-Diffuser für Wohnzimmer und Flur.

Weihnachtsduft ohne Flamme

Die einfachste Alternative kommt aus der Obstschale. Eine Orange, dicht mit Gewürznelken gespickt, duftet, während sie langsam eintrocknet. Getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen und Sternanis in einer offenen Schale auf der Fensterbank über der Heizung geben einen leisen Duft ab, der mit der Wärme stärker wird. Ein Topf mit Wasser, Orangenschale und Zimt auf dem Herd füllt die Küche, braucht aber genauso Aufsicht wie eine Kerze, weil das Wasser verdampft.

AlternativeDuftAufsicht nötig
Orange mit NelkenOrange und Gewürz, nah am OrtNein
Schale mit Zimt und OrangenscheibenLeise, nur in der NäheNein
Topf mit Wasser und Gewürzen auf dem HerdKräftig, nur in der KücheJa, bis der Herd aus ist
Duftstäbchen mit WinterduftGleichmäßig, kleiner RaumNein
Kabelloser Diffuser mit Orangen-, Zimt- oder TannenölRegelbar, je nach Modell ein ganzer RaumNein

Der Diffuser ist die Alternative, die der Kerze am nächsten kommt. Mit einem Öl aus Orange, Zimt oder Tanne bringt er dieselbe Duftrichtung in den Raum, ohne Flamme und ohne Ruß, und ein Modell mit Akku steht auch dort, wo die Lichterkette die letzte freie Steckdose belegt. Ätherische Öle bleiben dabei Duftstoffe: bei Katzen und kleinen Kindern sparsam dosieren und zwischendurch lüften.

Wie laut die Geräte dabei sind und wie lange sie laut Hersteller pro Ladung laufen, steht in unserem Vergleich der Geräte, die Duft ohne Flamme in den Raum bringen.

Kerze am Abend, Diffuser am Tag

Beides zusammen ergibt einen Advent, der durchgehend riecht, ohne dass ständig eine Flamme brennt. Der Diffuser läuft nachmittags, wenn die Kinder spielen und niemand am Tisch sitzt. Die Kerze kommt am Abend auf den Esstisch, wenn alle beisammen sind, und wird gelöscht, sobald der Letzte aufsteht.

Damit sich beides nicht beißt, bleiben Kerze und Öl in derselben Duftfamilie: Orange zu Orange, Gewürz zu Gewürz. Welche Modelle mit Akku und Batterie dafür in Frage kommen und was ihre Düfte im Monat kosten, steht in unserer Liste der sieben Modelle mit Akku, Batterie oder Netzkabel und ihren Duftkosten.

Weihnachtsduft ohne offene Flamme

Sieben Diffuser mit Akku, Batterie und Netzkabel, verglichen nach Laufzeit laut Hersteller, Reichweite, Lautstärke und Duftkosten, für die Abende, an denen keine Kerze brennen soll.

Zum Vergleich